Portfolios an sich gibt es bereits länger – man denke nur an Arbeitsmappen, Bewerbungsmappen (vgl. Klampfer 2005: 4). Dennoch sind ePortfolios mehr als nur dies. Es stehen dem Nutzer von ePortfolios mehr Möglichkeiten zur Verfügung, sein Wissen zu dokumentieren, reflektieren, präsentieren und beurteilt zu bekommen: wie Hilzensauer und Hornung-Prähauser schreiben, spricht die Nutzung von multimedialen Darstellungsformen viele Sinne an, Wissen wird adequat verknüpft (Hypertext), Feedback kann zeit- und ortsunabhängig erfolgen (vgl. Hilzensauer/ Hornung-Prähauser 2006: 4).
Ob ePortfolios durch gesellschaftliche Veränderungsprozesse bedingt wurden oder „neues Spielzeug“ sind, schliesst sich meines Erachtens nicht aus: es ist durchaus vorstellbar, dass durch den gehobenen Stellenwert von Wissen in unserer Gesellschaft (Stichwort Wissensgesellschaft) eine Veränderung im Verständnis von Bildung und Wissenserwerb stattfindet. Ebenso können ePortfolios einen neuen Zugang zum Verständnis von Lernen fördern: Lernen als Spiel und nicht als Zwang – mit ePortfolios als „Spielzeug“.
Quellen:
Klampfer, Alfred (2005): Virtuelle Portfolios im Bildungsbereich.



